Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Nun geht ein weiteres Schuljahr in dieser Pandemiezeit zu Ende, das vor allem von Kürzungen im Bereich der Religionsstunden (Grund- und Mittelschule) und besonderen Aufgaben (SOL oder EVA, Nasenflügeltest) auf der einen Seite und immer wieder Lockdown und neues Unerwartetes auf der anderen Seite bestimmt war.

Für das nächste Schuljahr ist uns eine Rückkehr zum „normalen“ von den Rahmenrichtlinien vorgesehenen Stundenplan zugesagt worden. Trotzdem wird an der einen oder anderen Schule etwas bleiben, was sich in dieser besonderen Zeit bewährt hat. Dies kann eine Chance sein.

Wichtig bleibt das - und es wird erneut eine Herausforderung sein - , was den Religionsunterricht in besonderer Weise auszeichnet: BEZIEHUNG. Mit den Schüler*innen, mit den Kolleg*innen, mit den Führungskräften.

Wir sollen und müssen im Gespräch bleiben, weil ein gutes seelisches Gleichgewicht das Wertvollste ist. In diesem Sinne danke ich euch für die wertvollen Stunden, die ihr geleistet habt, um Kinder und Jugendliche aufzubauen, sie aufzumuntern, ihnen in dieser schwierigen Situation beizustehen, ein offenes Ohr zu haben und einfach da zu sein, nicht nur als Religionslehrer*in, sondern vor allem als Mensch. Das ist unsere Stärke. Das ist Solidarität.

Weil auch wir immer wieder Bestärkung, Unterstützung und Ermutigung brauchen, lade ich zum Austausch auch untereinander ein. Eine Möglichkeit ist die Vollversammlung am 1. Oktober 2021 mit anschließender Sendungsfeier.

Zudem gibt es einen informellen Austausch und eine kleine Denkwerkstatt zwischen dem Amt für Schule und Katechese, dem ASM, dem KLS und der Berufsgemeinschaft. Außerdem suchen wir in besonderen Anliegen immer wieder das Gespräch mit dem Landesrat, der Landesschuldirektorin und/oder dem Inspektor.

Ich lade euch ein, eure Anliegen, Wünsche, Beschwerden, Kritiken und Nöte mitzuteilen, damit wir entsprechend agieren können.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes und erfolgreiches Ende dieses Schuljahres und vor allem gesund bleiben!!!

 

Ricardo Brands da Silva

 

 

 Einladung bzw. Vorankündigung

Am Freitag, 01. Oktober ‘21 findet unsere alljährliche Vollversammlung statt. Anschließend feiert Bischof Ivo Muser mit den Religionslehrer/inne/n aller Sprachgruppen einen Gottesdienst im Dom zu Bozen. Diese Eucharistiefeier wurde von uns initiiert und wird heuer zum vierzehnten Mal gefeiert. Sie ist eine gute Gelegenheit, die Gemeinschaft der Religionslehrpersonen aller Schulstufen und Sprachgruppen bewusst zu erleben und sich gegenseitig zu stärken. Ich lade euch ein, eure Anliegen, Wünsche, Beschwerden, Kritiken und Nöte mitzuteilen, damit wir entsprechend agieren können.Innerhalb des Gottesdienstes werden wieder einige Religionslehrpersonen gesendet und bekommen die kirchliche Beauftragung auf Dauer. Der Gottesdienst beginnt um 18.00 Uhr. Die ausführliche Einladung finden Sie hier.

Wie manchen bekannt ist, tritt der ladinische Inspektor, Mag. Jakob Frontull mit 31. August dieses Jahres in den Ruhestand. Für seine vielfältige Arbeit und sein langjähriges Wirken danke ich ihm ganz herzlich. Er war fünfzehn Jahre lang Inspektor und 31 Jahre lang Religionslehrer. In diesen Jahren haben die Schule und der Religionsunterricht große Veränderungen erfahren und Inspektor Frontull hat verschiedene dieser Veränderungen mitgeprägt. Lieber Jaco, ein herzliches Vergelt’s Gott für dein Engagement und deine vermittelnde Art.

Zur neuen Religionsinspektorin wurde Mag. Agnes Irsara Senoner ernannt. Sie wird ihre Arbeit als Inspektorin mit 01. September 21 aufnehmen. Ich wünsche dir, liebe Agnes, einen guten Start und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.

 

 

 

 

Am Freitag, 20. November ‘20 findet der zehnte Tag aller Religionslehrer/innen statt. Das Thema der heurigen Fortbildung lautet: „Weltreligionen und Weltethos in der Schule“. Referentinnen sind: Julia Willke und Verena Weihgold-Bauer, beide aus Tübingen. Die Leitung und Koordination der Tagung hat der Kollege Hans Kiem. Bitte melden Sie sich rechtzeitig für diese Tagung an. Die Plätze sind auf Grund der Coronaregelungen beschränkt (Fortbildung 45.08 in der Fortbildungsbroschüre).

 

Verweisen darf ich auf den TheoTag 2021. Er ist für Dienstag, 09. März 2021 geplant. Wir hoffen, dass er auch durchgeführt werden kann. Die Religionslehrpersonen der Maturaklassen bekommen rechtzeitig die entsprechenden Unterlagen persönlich zugeschickt. Ausserdem werden die Informationen auf der Internetseite veröffentlicht.

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Brief des Vorstandes an die Schulamtsleiterin und zur Kenntnis an Christian Alber:

Sehr geehrte Frau Landesschuldirektorin und Schulamtsleiterin, sehr geehrte Frau Falkensteiner,


in den vergangenen Tagen hat die Berufsgemeinschaft verschiedene Anfragen von besorgten Mitgliedern bezüglich der vorgesehenen Stundentafeln für das Schuljahr 2020/2021erhalten. Auch wenn es sich zunächst nur um Denkmodelle in Anbetracht der Covid-19 Situation handelt, so nehmen wir die Sorgen, die die Kürzungen der Religionsstunden in den Grund- und Mittelschulen betreffen, sehr ernst. Im „gelben“ Plan sind Kürzungen von 50% oder sogar mehr vorgesehen (je nach Bedarf +/- 20%). Zum einen werden diese wegfallenden Stunden nicht durch die Teilung von Klassen in kleinere Gruppen wettgemacht, zum anderen geht vor allem den Schüler*innen diese Zeit als Religionsunterricht verloren. Die Kürzungen, soweit sie auch wegen der besonderen Situation und den damit verbundenen organisatorischen Anstrengungen notwendig sind, treffen den Religionsunterricht mehr als andere Fächer und die Religionslehrpersonen in besonderem Maße. Religionsunterricht ist neben Wissens- und Wertevermittlung, mehr noch Beziehungs- und kulturelles, sowie interkulturelles Lernen. Dies geht vor allem über den persönlichen Austausch und Kontakt. Während die Lehrpersonen der anderen Fächer, insbesondere Deutsch und Mathematik, nicht nur in den jeweiligen Fachstunden in der Klasse sind, sondern oft auch in anderen Fächern und dementsprechend auch fächerübergreifend unterrichten können, bleibt für die Religionslehrpersonen nur ihre Fachstunde, die aber laut der geplanten Stundentafel nun einer massiven Kürzung ausgesetzt ist. Damit werden nicht nur die Inhalte des RU massiv gekürzt, sondern auch und vor allem die Beziehungsarbeit.
Wir verstehen die nötigen Vorsichts- und Schutzmaßnahmen und unterstützen diese auch voll und ganz, schließlich geht es um die Gesundheit von Kindern und Lehrpersonen. Wir bitten aber trotzdem die geplante „gelbe“ Stundentafel noch einmal zu überdenken und die Kürzung des Religionsunterrichts / der Religionsstunden auf ein für Schüler und Lehrpersonen annehmbares  Maß zu reduzieren, beispielsweise eine Kürzung auf ¾ bis 2/3 des normalen Stundenkontingents. Außerdem ist uns wichtig, dass diese geplante Stundentafel wirklich nur eine Notmaßnahme darstellt, die als vorübergehend zu betrachten ist und dass bei nicht mehr gegebener Notwendigkeit die  ursprüngliche Stundentafel (ohne Einschränkung für den RU) wieder Gültigkeit erlangt.
Nachdem Sie am Freitag, den 19. Juni 2020, schon mit Generalvikar Eugen Runggaldier und Amtsleiter Markus Felderer darüber gesprochen haben, hoffen wir, dass Sie das Anliegen der Berufsgemeinschaft und ihrer Mitglieder ebenso wohlwollend aufnehmen und in weitere Überlegungen und Planungen einbeziehen.
Gerne würden wir diese Anliegen und Bedenken auch in einem persönlichen Gespräch darlegen und würden uns über einen Termin herzlich freuen.
Mit wohlwollendem Andenken an die schwierigen Planungen und Entscheidungen Ihrerseits in dieser  besonderen Zeit,verbleibe ich
mit herzlichen Grüßen für den Vorstand der Berufsgemeinschaft
Ricardo Brands da Silva Vorsitzender

 

Die Antwort von unserer Landesschuldirektorin Dr. Sigrun Falkensteiner ließ nicht lange auf sich warten. Lesen Sie hier was die Schulamtsleiterin uns am 26. Juni 20 geantwortet hat.

Unser Inspektor schreibt:
Die Corona-Pandemie hat das Schulsystem voll erfasst und die Auswirkungen werden auch im Schuljahr 2020/21 spürbar sein. Wie sich die Zahl der Neuinfektionen entwickeln wird, kann gegenwärtig nicht vorhergesagt werden. Trotz aller Unsicherheiten ist es dringend geboten, das kommende Schuljahr gewissenhaft vorzubereiten. Folgende Möglichkeiten kann es geben